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Aproxera AG

Digitalisierungsstrategie für KMU entwickeln: Vorgehen in 6 Schritten

Simon KlockerSenior Business Consultant
Veröffentlicht am
Lesezeit
3 Min. Lesezeit
Ein Weg mit sechs Stationen führt durch eine helle Hügellandschaft zu einer Fahne vor Schweizer Bergen.

Kurz gesagt: Eine Digitalisierungsstrategie im KMU besteht aus drei Dingen: einer Liste der Stellen, an denen heute Zeit verloren geht, einer Reihenfolge und einem ersten Prozess, der in einigen Wochen läuft. Das Papier dazu darf kurz sein.

6 Schrittevon der Begehung bis zum Parallelbetrieb
3 KategorienQuick Win, in Arbeit, Phase 2
1 Prozessals Start, der heute sichtbar Zeit kostet

Was eine Digitalisierungsstrategie im KMU enthält

Ein KMU braucht eine Strategie, die sich mit den vorhandenen Leuten umsetzen lässt. Ein 50-seitiges Konzept hilft dabei selten. Drei Bestandteile reichen:

  • Eine Liste der Zeitfresser: Ordner, Laufzettel, doppelt erfasste Daten und Excel-Listen, die den Alltag tragen.
  • Eine Reihenfolge: was sofort geht, was schon läuft und was in eine zweite Phase gehört.
  • Einen ersten Prozess: einer, der in einigen Wochen digital läuft und an dem sich der Nutzen zeigen lässt.

So gehen wir bei ERP- und engomo-Projekten vor. Die Schritte stammen aus Vorprojekten und Prozessanalysen bei Schweizer KMU.

Der Fahrplan auf einen Blick

  1. 1Abläufe vor Ort ansehenAnalyse
  2. 2Herausforderungen sammelnAnalyse
  3. 3Potenziale einordnenAnalyse
  4. 4Vorprojekt planenVorbereitung
  5. 5Einen Prozess umsetzenUmsetzung
  6. 6Testen und schulenUmsetzung
Die Schritte 1 bis 3 klären, was sich lohnt. Schritt 4 braucht es bei grösseren Vorhaben wie einer ERP-Einführung. Ab Schritt 5 läuft der erste Prozess digital.

Sechs Schritte von der Begehung bis zum Betrieb

  1. 01Vor Ort die Abläufe ansehen

    Am Anfang stehen ein Rundgang durch den Betrieb und ein Gespräch mit den Fachabteilungen. Für jeden Punkt der Agenda gibt es eine Checkliste mit Fragen und Beobachtungen. Wer die Abläufe nur aus Beschreibungen kennt, übersieht die Ordner und Laufzettel, die den Alltag tragen.

  2. 02Herausforderungen je Bereich sammeln

    Die Ergebnisse gliedern wir nach Bereichen: Beschaffung, Wareneingang, Kommissionierung, Produktion, Vertrieb und das System selbst. In der Beschaffung eines Produktionsbetriebs lief die Disposition zum Beispiel auf Papier, Bestellvorschläge wurden ausgedruckt.

  3. 03Potenziale einordnen

    Jeder Punkt bekommt eine Kategorie: Quick Win, in Arbeit oder Phase 2. So blockiert ein grosses Thema die kleinen nicht.

  4. 04Vorprojekt mit Workshops und Terminplan

    Bei grösseren Vorhaben, etwa einer ERP-Einführung, folgt ein Vorprojekt. Die Arbeitspakete bekommen einen Kick-off, einen Abschlusstermin und feste Workshop-Tage. Zu jedem Thema gibt es Grundsatzfragen, die geklärt sind, bevor jemand konfiguriert oder programmiert.

  5. 05Einen Prozess umsetzen

    Zuerst kommt der Prozess, der heute am meisten Zeit kostet. Bei einem Handelsunternehmen begann die Lager-App mit zwei Prüfungen: ob der Lagerplatz belegt ist und ob eine Ladeeinheit schon zu einer anderen Kommission gehört. Weitere Module kamen monatsweise dazu, erst Umlagern und Kommissionieren, dann Inventur, dann Sendung.

  6. 06Testen, schulen, parallel laufen lassen

    Neue Apps laufen zunächst neben der alten Lösung, die als Rückfallebene bleibt. Getestet wird auf anonymisierten Daten aus dem Betrieb. Die Mitarbeitenden werden geschult, bevor die Altversion abgelöst wird, und die Keyuser bekommen Zeit, den neuen Ablauf zu üben.

Wie Sie Potenziale einordnen

Die drei Kategorien entscheiden, was in den ersten Wochen passiert. Die Beispiele stammen aus der Analyse eines Produktionsbetriebs.

  • Quick Win

    Sofort umsetzbar

    Bestellungen direkt aus dem ERP per Mail an den Lieferanten senden. Der Aufwand ist klein, weil das ERP die Bestellung bereits kennt.

  • In Arbeit

    Läuft schon

    Vorhaben, die bereits umgesetzt werden. Sie bleiben auf der Liste, damit niemand sie ein zweites Mal plant.

  • Phase 2

    Kommt später

    Das Auslesen eines Lieferschein-Fotos per OCR oder KI. Zuerst kommt der Barcode-Scan, der schon den grössten Teil der Suche erspart.

Weiterführende Beiträge

Zu einzelnen Schritten gibt es vertiefende Artikel:

Wo Aproxera helfen kann

Wir begleiten KMU von der Begehung bis zum ersten Prozess, der digital läuft: mit unserer ERP- und Prozessberatung und mit Business-Apps auf der engomo-Plattform.

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