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Aproxera AG

Software für digitale Prozesse: ERP, Workflow oder Business-App?

Simon KlockerSenior Business Consultant
Veröffentlicht am
Lesezeit
2 Min. Lesezeit
Drei verbundene Bausteine: ein Bildschirm für das ERP, ein Ablaufsymbol für den Workflow und ein Handgerät für die Business-App.

Kurz gesagt: Welche Software einen Prozess digitalisiert, hängt davon ab, wo er stattfindet. Im Büro reicht oft der ERP-Workflow. Am Handgerät braucht es eine Business-App. Passt der ERP-Standard nicht zum Ablauf, kommt die App vor das ERP.

1 FrageWo findet der Prozess statt?
3 SituationenBüro, Handgerät, abweichender Ablauf
8 Moduleumfasst die Lager-App eines Handelsunternehmens

Entscheidungshilfe


Wo findet der Prozess statt?Die Antwort bestimmt die Software
  • Im BüroERP-Workflow für Freigaben, Aufgaben und Meldungen
  • Am HandgerätBusiness-App zum Scannen, Prüfen und mobilen Buchen
  • Ablauf passt nicht zum ERPApp vor dem ERP, ohne Eingriff in den Kern

Im Büro reicht oft der ERP-Workflow

Ein Produktionsbetrieb gibt Beschaffungsaufträge in zwei Stufen frei. Unser Vorschlag dort: Das läuft über Standardfunktionen des ERP. Für Freigaben im Büro gibt es selten etwas Eigenes zu bauen.

Ein zweites Beispiel aus dem Lebensmittelbereich: Erfasst der Wareneingang ein anderes Herkunftsland oder Label als im Artikelstamm, soll der Einkauf davon erfahren, denn manche Herkünfte sind nicht toleriert. Ein ERP-Workflow erzeugt dafür eine Aufgabe und verschickt auf Wunsch eine Mail. Zugewiesen wird sie an eine Rolle statt an eine Person, weil die Bearbeitung täglich wechselt.

Am Handgerät braucht es eine Business-App

Wer im Lager scannt, hat einen Scanner in der Hand und keinen Platz für ERP-Masken. Bei einem Schweizer Handelsunternehmen läuft die Lagerlogistik deshalb als engomo-App auf Zebra-Handgeräten gegen Comarch, verteilt auf acht Module:

  • Startseite
  • Artikelinfo
  • Einlagern
  • Umlagern
  • Kommissionieren
  • Warenausgang
  • Inventur
  • Sendungsbereitstellung

Die App prüft schon beim Scan, ob Lagerplatz und Artikel zusammenpassen. Ist ein Platz mit einem anderen Artikel belegt, erscheint ein rotes Kreuz, ein passender Platz bekommt den grünen Haken. Gebucht wird direkt ins ERP.

Passt der ERP-Standard nicht, kommt die App davor

Comarch legt im Standard pro Wareneingangsposition eine eigene Charge an. Ein Verpflegungsbetrieb will stattdessen eine Charge pro Anlieferung. Statt in den ERP-Kern einzugreifen, ist die App vorgeschaltet.

Die App vor dem ERP

  1. AppDaten erfassenArtikel, Datum, Herkunft, Label
  2. AppCharge anlegeneine pro Anlieferung und Tag
  3. ERPWareneingang buchenmit der fertigen Charge
Konzept für einen Verpflegungsbetrieb. Ob der Ansatz technisch trägt, prüfen wir zuerst am Testsystem. Fällt die Prüfung negativ aus, gilt er nicht.

Mehr zu diesem Beispiel steht im Beitrag zur Digitalisierung in der Logistik.

Welche Software zu welcher Situation passt

SituationPassende LösungBeispiel
Freigaben, Aufgaben und Meldungen im BüroERP-WorkflowZweistufige Freigabe von Beschaffungsaufträgen
Scannen, prüfen, mobil buchenBusiness-AppEinlagern mit Prüfung, ob der Lagerplatz belegt ist
Der ERP-Standard passt nicht zum AblaufApp vor dem ERPEine Charge pro Anlieferung

Das Vorgehen im Ganzen steht im Leitfaden zur Digitalisierungsstrategie für KMU.

Wo Aproxera helfen kann

Wir klären mit Ihnen, welche der drei Situationen bei Ihnen vorliegt, bevor Sie Software auswählen. Für das ERP gibt es unsere ERP- und Prozessberatung, für mobile Abläufe die engomo-Plattform.

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